Bohnen, Erbsen, Linsen bitte einweichen

Trockenhülsenfrüchte erst einweichen - dann kochen

Die Zubereitung von getrockneten Hülsenfrüchten braucht etwas Zeit, doch der Geschmack lohnt die Mühe. Hobbyköche sollten auf ausreichende Einweich- und Kochzeiten achten. Zunächst werden die Früchte von beschädigten Samen und Verunreinigungen befreit und anschließend mit einem Sieb unter fließendem Wasser abgespült.

Mit Ausnahme von Linsen, geschälten Erbsen und einigen kleinen Bohnenarten müssen Trockenhülsenfrüchte vor der Zubereitung in der dreifachen Menge Wasser eingeweicht werden – am besten über Nacht. Dadurch verkürzt sich die Garzeit und die Hülsenfrüchte sind besser verträglich. Dann werden sie je nach Größe und Art 15 bis 120 Minuten gekocht. Salz, gepökeltes Fleisch, Speck oder Räucherwürste aber auch Zitronensaft und Essig verzögern den Garprozess und sollten daher erst zum Schluss hinzugegeben werden.

Übrigens können unangenehme Blähungen, die häufig nach dem Genuss von Erbsen- oder Bohneneintopf auftreten, durch ausreichende Einweich- und Garzeiten verhindert werden. Auch Kräuter wie Bohnenkraut, Majoran und Kümmel verbessern die Verträglichkeit.
Quelle: www.aid.de

Trockenhülsenfrüchte: Verlesen, einweichen, kochen

Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen – das gilt nicht nur für das Märchen Aschenputtel und für Linsen. Auch getrocknete Erbsen und Bohnen sollten zunächst verlesen werden, um eventuell vorhandene Steinchen und beschädigte Samen zu entfernen. Nach kurzem Abspülen in einem Sieb unter fließendem Wasser müssen getrocknete Hülsenfrüchte – mit Ausnahme von Linsen und geschälten Erbsen – vor dem Kochen eingeweicht werden. Das Einweichen verkürzt die Garzeit. Die Hülsenfrüchte sind dann besser verträglich. Am besten lässt man sie über Nacht in Wasser stehen.

Dann heißt es, ab in den Topf. Denn Hülsenfrüchte sollten in keinem Fall roh verzehrt werden. Rohe Hülsenfrüchte enthalten eine Reihe gesundheitsschädigender Substanzen wie Lektine, Protease-Inhibitoren und Blausäure, die beim Kochen zerstört werden. Der Verzehr gekochter Hülsenfrüchte ist daher unbedenklich. Je nach Größe und Art der Hülsenfrucht variiert die Garzeit: Während rote Linsen in nur 15 Minuten verzehrsfähig sind, benötigen Bohnen 60 bis 90 Minuten und Kichererbsen sogar bis zu 120 Minuten. Deutlich verkürzen lässt sich die Garzeit im Schnellkochtopf.

Doch die Mühe der langen Vor- und Zubereitung lohnt sich, denn Hülsenfrüchte haben vom Geschmack und von den Inhaltsstoffen her viel zu bieten. Vor allem der hohe Gehalt an Eiweiß und Ballaststoffen macht sie zu wertvollen Lebensmitteln. Gleichzeitig liefern sie reichlich B-Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen, aber nur wenig Kalorien. Als Zutat für die “schlanke Küche” sind sie somit bestens geeignet. Und nicht nur dafür: Aufgrund des feinen Geschmacks können sie den Speiseplan auf vielfältige Weise bereichern, sei es als Zutat für einen deftigen Eintopf, eine feine Suppe, als Brotaufstrich, Püree oder im Salat. In Hauptgerichten passen sie zu Pasta, Reis, Fleisch und Fisch.

Übrigens: Unangenehmen Blähungen nach einem Eintopf mit Hülsenfrüchten kann man entgegenwirken, indem man auf ausreichende Einweich- und Garzeiten achtet. Das unverdauliche Kohlenhydrat Stachyose, das bei manchen Menschen für die “Darmwinde” sorgt, geht ins Einweichwasser über. Daher das Einweichwasser nicht verwenden, sondern weggießen. Auch einige Kräuter wie Bohnenkraut, Fenchelsamen, Majoran oder Kümmel verbessern die Verträglichkeit.
Quelle: www.aid.de